Hirschackerwald (BW)

Die Landschaft des „Hirschackers“ (Maß­nahme Nr. 44) im Norden Schwetzin­gens hat sich immer wieder verändert. Erste Karten aus dem 18. Jahrhundert zeigen eine parkartige Landschaft. Die Flächen wurden vielfältig genutzt: zur Holzent­nahme, als Waldweide oder um Einstreu für das Vieh zusammeln. Ab 1937 dienten sie über 70 Jahre lang zu militärischen Übungszwecken.

Heute hat der Hirschacker einen hohen Natur­schutz­wert: Auf kleinem Raum leben hier viele Arten, die anderswo selten oder verschwun­den sind. Zu ihrem Schutz sind große Teile als Naturschutzgebiet ausgewiesen und Bestand­teil des euro­päischen Schutzgebietsnetzes Natura 2000. Außerdem gehören sie zum Nationalen Naturerbe Deutschlands.

Da der Hirschacker mitten im Ballungs­raum liegt und das naturgemäß unter­schied­liche Nutzungs­interessen mit sich bringt, legt der NABU einen Schwerpunkt auf die natur­schutz­maß­nahmen­be­gleitende Öffentlich­keits­arbeit. So sind z. B. seit Herbst 2014 Projekt­bot­schafter­innen und Projekt­bot­schafter im Einsatz, die Besucher­innen und Besuchern direkt vor Ort Rede und Antwort stehen. Banner und Infoschilder informieren über die Ziele der Maß­nahmen und den jeweils aktuellen Projekt­fortschritt. Öffentliche Führungen bieten Interes­sierten die Möglichkeit, sich intensiver mit dem Projekt zu befassen und mit den Projekt­verant­wortlichen in Dialog zu treten.



Fotos vom Hirschackerwald (alle Fotos: Dr. Katrin Fritzsch, NABU):

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