Amphibienlaichgewässer Kinzig-Murg-Rinne

In der tief gelegenen, feuchten Niederungslandschaft "Kinzig-Murg-Rinne" gibt es Bereiche, die sich besonders eignen, um dort neue Laichgewässer anzulegen, Amphibienvorkommen zu fördern und zu vernetzen. Das hat eine aktuelle Zusammenfassung der Daten aus verschiedenen Quellen zu Amphibienvorkommen im baden-württembergischen Teil des Biodiversitäts-Hotspots am Oberrhein gezeigt. Im Winter 2015/2016 konnten hier insgesamt drei neue Laichgewässer angelegt werden.

Bei Bruchsal im Landkreis Karlsruhe, auf der Gemarkung Untergrombach, ist ein neues Laichgewässer entstanden. Es ist rund 160 Quadratmeter groß und an der tiefsten Stelle etwa 1,5 Meter tief. 

Zwei neue Laichgewässer sind auf der Gemarkung Haueneberstein bei Baden-Baden entstanden. Das eine ist rund 210 Quadratmeter groß, das andere etwa 400. An der tiefsten Stelle sind die Stillgewässer ca. einen Meter tief.

Durch nach oben drückendes Grundwasser und Niederschläge haben sich die Tümpel schnell gefüllt. Neben Amphibien werden auch andere Tier- und Pflanzenarten von ihnen profitieren: So liegt etwa einer der drei in einem Gebiet, in dem Fledermäuse zu Hause sind. Durch das neue Gewässer werden diese seltenen Tiere nicht beeinträchtig, vielmehr nimmt mittelfristig ihr Nahrungsangebot zu.

Amphibientümpel Untergrombach (Foto: Michael Hug, NABU)
Amphibientümpel Untergrombach (Foto: Michael Hug, NABU)
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