Lebensader Oberrhein - Naturvielfalt von nass bis trocken

Aktuelles

Ursula Cantieni auf Tour im Hotspot (Quelle: Patricia Klatt)
Ursula Cantieni auf Tour im Hotspot (Quelle: Patricia Klatt)

Mit Schauspielerin Ursula Cantieni im Hotspot unterwegs

Ursula Cantieni – bekannt u. a. aus der SWR-Serie „Die Fallers“ oder der Ratesendung „Sag’ die Wahr­heit“ – war am Wochenende mit NABU-­Artenschutz­referent Martin Klatt und Lebensader Oberrhein-Projektleiterin Katrin Fritzsch im Hotspot auf Ent­deckungs­tour. Bei ihrer aussichtsreichen Rund­wanderung zwischen Aue und Ried begleiteten sie rund 20 „NABUs“ und am Projekt Interessierte.

 

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„Absolventen“ der Kinderakademie mit Zeugnissen und mit den Umweltpädagoginnen (Foto: NABU)
„Absolventen“ der Kinderakademie mit Zeugnissen

NABU-Kinderakademie erfolgreich abgeschlossen

Kinder erforschen die Naturvielfalt am Oberrhein
Im Juli fand wieder die Kinder­aka­demie des NABU-Natur­schutz­zentrums Rhein­auen unter dem Motto „Lebens­ader Ober­rhein – Natur­vielfalt von nass bis trocken“ statt. Die 16 teil­nehmen­den Mädchen und Jungen aus Rhein­hessen sind unter der Leitung der Umwelt­päda­goginnen Heike Hofmann und Anita Resch eine Woche lang ver­schiedenen span­nen­den Themen rund um die Natur nach­gegangen.

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Silbergras wieder in der Schwetzinger Hardt (Quelle: NABU/A. Baumann)
Silbergras (Quelle: NABU/A. Baumann)

Bedrohte Pflanzenarten zurück in der Schwetzinger Hardt

Eine positive Zwischenbilanz lässt sich in der Schwet­zinger Hardt ziehen: Es ist gelungen, hier wieder wert­volle Sandrasenpflanzen anzusiedeln. Arten wie Dü­nen-­Steinkraut, Silbergras oder Blau­grünes Schiller­gras, die über Jahrhunderte hinweg typisch für die Sand­lebens­räume waren, sind in Baden-Würt­tem­berg heute stark gefährdet oder sogar vom Aussterben be­droht. Jetzt blühen sie in der Hardt wieder und tra­gen bereits Samen. „Unsere ‚Impfaktion‘ im vergangenen Herbst hat also gute Voraus­setzun­gen für eine weitere positive Entwick­lung geschaffen“, fasst Katrin Fritzsch zusammen.

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Feierliche Einweihung (Foto: NABU)
Feierliche Einweihung (Foto: NABU)

Neues Zuhause für Kreuzkröte & Co.

Amphibientümpel „Entenpfuhl“ bei Rheindürkheim eingeweiht
Die NABU Gruppe Worms-Wonnegau hat am 20.07.2016 das neue Amphibien-Laichgewässer „Entenfuhl“ bei Rhein­dürkheim feierlich eingeweiht. Zusammen mit Bürger­meister Hans-Joachim Kosubek und Siegfried Schuch, dem 1. Vorsitzenden des NABU-Landesverband Rheinland-Pfalz, wurde der ca. 800 qm große Tümpel ganz offiziell den Amphibien „übergeben“. Diese haben den Tümpel bereits im ersten Frühjahr seines Bestehens für sich entdeckt.

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Ökomobil im Hotspot (Quelle: NABU/A. Jendrysik)
Ökomobil im Hotspot (Quelle: NABU/A. Jendrysik)

Ökomobil im Hotspot unterwegs

Das Ökomobil des Regierungspräsidiums Karlsruhe ist regel­mäßig im Hotspot der biologischen Vielfalt am Oberrhein unter­wegs – zuletzt Anfang Juli. Im Natur­schutz­gebiet Hirschacker machte es inmitten der Be­reiche Station, in denen durch das Projekt „Lebens­ader Oberrhein“ Sandlebensräume aufgewertet wer­den. Dort konnten die Kinder im „rollenden Natur­schutz­labor“ die Natur vor der Haustür neu entdecken. Im Natur­schutz­gebiet Pferdstrieb in Sandhausen packten sie unter fachkundiger Leitung von Armin Jendrysik (NABU-Pflegetrupp) kräftig mit an.

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Larve der Knoblauchkröte (Foto: NABU)
Larve der Knoblauchkröte (Foto: NABU)

Nachwuchs in neuen Kleingewässern

Im Rahmen des Projektes Lebensader Oberrhein wurden in Rheinland-Pfalz bisher 29 Kleingewässer auf 16 Projekt­flächen angelegt. Das feuchte Frühjahr hat dafür gesorgt, dass viele Gewässer randvoll mit Wasser gefüllt sind. Das freut auch die ersten Besiedler, zu denen die Amphibien gehören. An einigen Gewässern konnte in diesem Jahr schon Nachwuchs der seltene Knoblauch­kröte nach­ge­wiesen werden.

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Wildfplanzen und Futterpflanzen für Insekten (Foto: NABU)
Wildfplanzen und Futterpflanzen für Insekten

Blütenmeer sorgt für Insekten und Vogel des Jahres

Auf der Naturerlebnisfläche "Im Briel" in Bingen-Gaulsheim gedeihen nun allerhand Wildfplanzen und Futterpflanzen für Insekten. In Kooperation mit einer Landwirtin konnte die Fläche, die bis März 2016 noch eine Baustelle der DB war, als Blühfläche eingesät werden.

Dank des feuchten Frühsommers erfreuen sich Sonnen­blumen, Luzerne und Malven eines prächtigen Wuchses.

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Über das Projekt

Der Hotspot 10 „Nördliche Oberrheinebene mit Hardtplatten“ erstreckt sich über die drei Bundesländer Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und Hessen. Maß­gebliches Landschafts­element für das Gebiet ist der Rhein mit seinen Neben­gewäs­sern und Auen. Gleichzeitig ist dieser größte deutsche Fluss mit seinen Deichen eine wichtige und überregional bedeut­same Vernetzungsachse für Tiere und Pflanzen. Ein wesentliches Charakteristikum des Gebietes ist darüber hinaus die große Bandbreite von nassen bis trockenen Lebensräumen. Im Bereich des Hotspots und seinem näheren Umkreis leben mehrere Millionen Menschen, was zu einem hohen Nutzungs-, Freizeit- und Siedlungsdruck in der Region führt.

Projektpartner bei „Lebensader Oberrhein - Naturvielfalt von nass bis trocken“ sind die beiden NABU-Landesverbände Rheinland-Pfalz und Baden-Württem­berg, die im Verlauf des sechsjährigen Vorhabens eine Erhöhung der bio­logi­schen Vielfalt im Bereich des Hotspots erreichen wollen. Die Projekt­maß­nah­men im hessischen Teil des Hotspots werden vom NABU-Rheinland-Pfalz mitbetreut. Dazu sollen u. a. naturschutzfachliche Maßnahmen in besonders bemerkenswerten Lebensraumtypen umgesetzt und über eine intensive Öffentlichkeitsarbeit die Identifikation der zahlreichen hier lebenden Menschen mit dem Hotspot gesteigert werden.

Logo: Bundesprogramm Biologische Vielfalt
Link zum Projekt beim Bundesamt für Naturschutz (BfN)

Das Projekt wird durch die Förderung im Rahmen des Bundes­programmes Biologische Vielfalt durch das Bundes­amt für Natur­schutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Natur­schutz, Bau und Reaktorsicherheit er­mög­licht. Eine unter­stützende Förderung erfolgt durch die Bundesländer Rhein­land-Pfalz, Baden-Württemberg und Hessen.