Wunderseggen bei Geinsheim ausgepflanzt

Wunderseggen bei Geinsheim ausgepflanzt

von Jürgen Reincke

Mitglieder des NABU Neustadt und Biodiversitätsbotschafter bringen die selbst vermehrten Wunderseggen zur Bestandsförderung im Projektgebiet aus.
Aktion Wunderseggen-Auspflanzung (Foto: NABU)

Im Nordosten von Geinsheim in der Pfalz liegt das Naturschutzgebiet „Loch­busch-Königs­wiesen“ zu dem auch die Exklave „Wunder­seggen­ried“ gehört. Hier wächst die seltene Wunder­segge (Carex appropinquata).

Eine erste Auspflanzaktion der in der Pflanzenvermehrungsstation des NABU Rheinland-Pfalz nachgezogenen Wunderseggen wurden bereits im Mai 2017 im Gebiet durchgeführt. Mitglieder des NABU Neustadt und Biodiversitätsbotschafter hatten die Arbeiten zur Bestandsförderung im Projektgebiet durchgeführt und waren auch dieses Mal wieder bei der anstrengenden Arbeit im abgelegenen Gelände mit schwerem, nassem Boden für den Naturschutz aktiv.

Da die Wundersegge, die auch Schwarz­schopf-Segge genannt wird, in den letzten Jahren deutlich zurück­gegangen ist, wurde sie in der projekt­eigenen Ver­mehrungs­station für seltene Pflanzen ver­mehrt. Von den wenigen im Natur­schutz­gebiet noch vor­kommen­den Wunder­seggen wurde gezielt Saat­gut gesammelt und über 300 junge Seggen heran­gezogen.

Die Fläche war vorher von Weiden befreit worden, damit sich die neuen Pflanzen gut etablieren können. In den letzten Jahren war der Bestand der Wundersegge dramatisch zurückgegangen. Durch die Bewässerungsmaßnahmen im Bereich des Grabensystems bei Geinsheim und lokale Vernässungsmaßnahmen beim Wunderseggenried wurden die Standortbedingungen verbessert. So kann auf eine Stabilisierung und Revitalisierung des Seggenriedes als besonders bedrohtem Biotoptyp gehofft werden.

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