Schuljahresbeginn im Dünenklassenzimmer

Schuljahresbeginn im Dünenklassenzimmer

von Anke Beisswänger

Eröffnung des Dünenklassenzimmers (Quelle: Dorothea Lenhardt)
Eröffnung des Dünenklassenzimmers (Quelle: Dorothea Lenhardt)

Im ersten „Dünenklassenzimmer“ des Biodiversitäts-Hotspots am Oberrhein hat gerade das Schuljahr begonnen. Zu den Part­nern der Einrichtung mit Vorbildcharakter gehören die Ge­mein­de Oftersheim, der Rotary Club Schwetzingen-Kurpfalz, die Of­ters­heimer Theodor-Heuss-Schule – sowie der NABU mit dem Projekt „Lebensader Oberrhein“. Auch die anderen Grund­schu­len und Kindergärten in Oftersheim sollen das Frei­luft­klas­sen­zimmer nutzen und die vom Forstamt zur Verfügung ge­stell­ten Sitzgelegenheiten in Beschlag nehmen, denn hier können Kin­der und Jugendliche mehr erfahren über die Be­son­der­hei­ten der Natur ihrer Region – und vor allem un­mittel­bar er­le­ben, was sich hinter dem Begriff „biologische Vielfalt“ verbirgt.

„Wir haben ein Konzept entwickelt, um die Gemeinde bei der Betreuung gerade jetzt in der Anfangsphase zu unterstützen“, berichtet Dr. Katrin Fritzsch, Projektleiterin beim NABU Baden-Württemberg. „In diesem unkonventionellen Klassenzimmer mit den zu Tischen und Stühlen umfunktionierten Baum­stäm­men steht schließlich der Lebensraum Sand – wichtiger Be­stand­teil der biologischen Vielfalt am Oberrhein – mit seinen charakteristischen Tier- und Pflanzenarten im Mittelpunkt. Hier ist Raum für unmittelbare Naturerfahrungen, für an­schau­liches Lernen mit allen Sinnen.“ Auf dem Stundenplan steht etwa die kontinuierliche Pflege des Grund­stücks, das bisher als Garten genutzt wurde und nun die gesamte Vielfalt der Sand­rasen­vegetation ausprägen soll. Außerdem sollen eine Trockenmauer, ein Barfußpfad und ein Hochbeet gebaut werden.

Ab sofort und bis zum Jahresende ist Cindy Weidner im Namen der „Lebensader Oberrhein“ für das Dünenklassenzimmer im Einsatz. Sie organisiert und betreut beispielsweise Naturpädagogik- und Naturerlebnisveranstaltungen für Kindergruppen ab dem Vorschulalter und vermittelt Lehrkräften sowie Erzieherinnen und Erziehern Hintergrundwissen über Fauna und Flora der Oberrheinischen Sandgebiete. Zudem möchte die Biologin neue Kontakte zu Schulen und Kindergärten in der Region knüpfen und bestehende intensivieren, so dass mittelfristig auch die umliegenden Gemeinden von dem neuen außer­schu­lischen Bildungsangebot profitieren.

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