Schlüsselblume: Blume des Jahres soll wieder heimisch werden

Schlüsselblume: Blume des Jahres soll wieder heimisch werden

von Jürgen Reincke

Daniela Schäefer-Krolla mit Wiesen-Schlüsselblumen
Daniela Schäefer-Krolla mit Wiesen-Schlüsselblumen

NABU betreibt eigene Vermehrungsstation

Säen, Pikieren und Umtopfen, das sind zurzeit die Tätigkeiten von Diplom-Biologin Daniela Schaefer-Krolla, die beim NABU Rheinland-Pfalz die Vermehrungsstation für seltene Pflanzen betreut. Im Rahmen des Bundesprojektes „Lebensader Oberrhein“ betreibt der NABU in Bingen eine Station, in der seltene Pflanzen vermehrt werden. Das Projekt wird vom Bundesumweltministerium und vom Land Rheinland-Pfalz gefördert.

„Insbesondere Wiesen sind in den letzten Jahren sehr eintönig geworden. Oft fehlen Kräuter und Wiesenblumen, da intensive Bewirtschaftung diese Arten verschwinden lässt“, erläutert Projektleiter Robert Egeling das Ziel des Projektes. Als Beispiel nennt er die Wiesen-Schlüsselblume, Blume des Jahres 2016. Die gelb blühende Primel ist nur noch selten zu finden. Werden nämlich Wiesen intensiv gedüngt oder mit speziellen Herbiziden behandelt, verschwinden Arten wie die Schlüsselblume, da dann meist nur noch Gras und Löwenzahn dort wachsen können.

Der NABU versucht nun auf einigen Flächen wieder artenreiche Wiesen entstehen zu lassen. Hierzu wird Heu von blütenreichen Flächen auf der Wiese verteilt. Die darin befindlichen Kräuter- und Wildblumensamen bilden die Grundlage für eine neue bunte Wiese. Ergänzend werden ausgewählte Wiesenpflanzen in der Vermehrungsstation aufgezogen. Zusammen mit Freiwilligen und Schulklassen werden diese dann auf geeigneten Flächen ausgewildert.

Mehr Informationen unter: http://www.lebensader-oberrhein.de/pflanzenvermehrungsstation.html.

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