Maulbeerbuckel wird Refugium für seltene Arten

Maulbeerbuckel wird Refugium für seltene Arten

von Anke Beisswänger

In Walldorf, mitten im Hotspot, bauen NABU, Forst und Gemeinde ihre gute Zusammenarbeit im Rahmen des Projekts „Lebens­ader Oberrhein“ weiter aus und kooperieren mit einem weiteren lokalen Partner, der Waldschule. Nachdem im Waldschutzgebiet Schwet­zin­ger Hardt bereits zwei „Lichtinseln“ als Lebensraum für seltene Arten entstanden sind, wollen die Partner jetzt auch auf dem „Maulbeerbuckel“ Sandlebensräume retten – und so dem Ziel ein weiteres Stück näher kommen, die biologische Vielfalt im Biodiversitäts-Hotspot am Oberrhein zu erhalten.

Auf dem Maulbeerbuckel entnimmt der Forst zunächst gezielt Bäume. Anschließend wird das Unterholz entfernt, damit licht­bedürftige Pflanzen wie die Wohlriechende Skabiose oder die Rundblättrige Glockenblume wieder Raum bekommen. Deren Blütenangebot wiederum liefert Nahrung für viele charakteris­tische Tierarten.

Der „Maulbeerbuckel“ liegt in unmittelbarer Nachbarschaft der Walldorfer Waldschule, zu deren Zielen es gehört, das Bewusstsein für die Zusammenhänge in der Natur zu wecken. Die Schülerinnen und Schüler begleiten das Projekt von Anfang an und dokumentieren es mit iPads der Schule. Aus den Bäumen, die der Forst fällt, entstehen unter anderem Hocker und Tische für die Waldschule.

Beim Auftakttermin waren neben Walldorfs Bürgermeisterin Christiane Staab, dem Rektor der Waldschule Lorenz Kachler, Karin Knitter-Lehmann (Vorsitzende des NABU Walldorf-Sandhausen), Forstbezirksleiter Sebastian Eick und Forstrevierleiter Gunter Glasbrenner auch die Technik-Klasse der Waldschule teil.

Flyer "Mut zur Lücke - Entwicklung trockener Lebensräume":
Flyer_Entwicklung_trockener_Lebensraeume.pdf (533,3 KiB)

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