Neue Infotafeln in der Saalbachniederung

Neue Infotafeln in der Saalbachniederung

von Anke Beisswänger

Neue Infotafeln in der Saalbachniederung (Quelle: NABU Hambrücken)
Neue Infotafeln in der Saalbachniederung (Quelle: NABU Hambrücken)

In der Saalbachniederung nordwestlich von Bruchsal informieren neue Tafeln über die Bedeutung der Niederung für gefährdete Arten - und über die Flachwasserzonen, die im Rahmen des Projekts entstanden sind.

Franz Debatin und weitere Vertreterinnen und Vertreter des NABU Ham­brücken sowie Katrin Fritzsch (NABU Baden-Württemberg) haben die beiden neuen Infotafeln Ende März am Rande der Flachwasserzonen aufgestellt, die nach Regenfällen und bei Hochwasser überschwemmt werden. „Auf solche Flächen sind viele Vogelarten angewiesen. Sie brau­chen sie als Brut-, Rast- und Nahrungsflächen“, berichtet Franz Debatin. „In der Saalbachniederung kann man eine enorme Bandbreite an Arten beobachten, von A wie Alpenstrandläufer bis Z wie Zwergtaucher.“

Auch als Rastplatz für Zugvögel hat die Saalbachniederung überregionale Bedeutung. Seltene Vogelarten wie Bekassine, Uferschnepfe oder Seidenreiher können hier rasten und vor dem Weiterflug Nahrung aufnehmen. Zudem zählt die Niederung in Nordbaden zu einem der wichtigsten Lebensräume für eine ganze Reihe von Wiesenvögeln, einer der besten Brutplätze Baden-Württembergs für die Feldlerche befindet sich hier. „Und nur wer Bescheid weiß, kann Rücksicht nehmen auf die einzigartige Natur in dieser wertvollen Wiesenlandschaft“, ist Katrin Fritzsch überzeugt. „Dazu wollen wir mit den neuen Infotafeln einen Beitrag leisten.“

Die aktuellen Naturschutz- und Informationsmaßnahmen knüpfen an die erfolgreiche Arbeit des NABU Hambrücken an. Die NABU-Gruppe setzt sich bereits seit 1985 dafür ein, die Wiesenlandschaft in der Saalbachniederung wiederherzustellen, zu erhalten und zu entwickeln. 1992 hat sie die ersten Flachgewässer angelegt, in den folgenden Jahren das Feuchtgebiet mehrfach erweitert. Eine etwa elf Hektar große wechselfeuchte Überflutungszone wertet den Lebensraum seit 2009 zusätzlich auf: Führt der Saal­bach viel Wasser, kann er dieses Areal überfluten. So entstehen wichtige Feuchtlebensräume. Die Flächen dafür hat der NABU der Stadt Bruchsal zur Verfügung gestellt.

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