In der „Arche“ geht eine ereignisreiche Saison geht zu Ende

In der „Arche“ geht eine ereignisreiche Saison geht zu Ende

von Jürgen Reincke

Winterruhe in der NABU-Pflanzenvermehrungsstation
Winterruhe in der NABU-Pflanzenvermehrungsstation

Rückblick auf die Saison 2017 in der Pflanzen­ver­mehrungs­station

Mit dem ersten Schnee kehrt nun auch Ruhe in der Pflanzen­vermehrungs­station des NABU Rhein­land-Pfalz ein – nach einem recht turbulenten Jahr! So wurden im Frühjahr die Mutter­pflanzen, die der Saat­gut­gewin­nung dienen, von einer übergangs­weise genutz­ten Fläche an den end­gültigen Standort in Bingen-Gauls­heim umge­siedelt. Die Pflanzen entwickelten sich dort so gut, dass bereits in diesem Jahr eine beachtliche Saatgut­ernte eingebracht werden konnte, die teils direkt zur Renaturierung von Grünland im hessi­schen FFH-Gebiet Maul­beer­aue heran­gezogen wurde.

Im Spätsommer folgte dann der Umzug der Topfkultur: Knapp 2.500 Setzlinge in Töpfen und Schalen wurden auf die neue Fläche verfrachtet. Mit Hilfe der Pflanzenretter – Schul­klassen, die sich aktiv an der Kulti­vierung und Aus­pflanzung heimischer Wild­pflanzen beteiligen – konnte bereits ein Großteil dieser in 2017 gezogenen Setzlinge auf geeigneten Flächen angesiedelt werden, ein kleiner Teil überwintert nun in der neuen Station.

Im Rahmen des III. NABU-Erfahrungsaustauschs „Ex-situ-Kultivierung und Wiederansiedlung heimischer Wildpflanzen im Ober­rheingebiet“ am 14. November wurden neben informativen Vorträgen von Vertreter(inne)n botanischer Gärten und universitärer Einrichtungen auch erste Ergebnisse der erfolgten Wieder­ansiedlungs­aktionen der Pflanzen­vermehrungs­station vorgestellt – ein gelungener Saisonabschluss!


Weitere Informationen: Die Pflanzen­vermehrungs­station des NABU Rhein­land-Pfalz
 

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