Entdecker­spazier­gang mit NABU und Forst BW

Entdecker­spazier­gang mit NABU und Forst BW

von Anke Beisswänger

Die Mitarbeiter von Forst BW (2,4,6) und vom NABU (1,3,5,7), (Foto: J. Reincke, NABU)
Die Mitarbeiter von Forst BW (2,4,6) und vom NABU (1,3,5,7), (Foto: NABU)

Rund 40 Interessierte folgten der Einladung zum Entdeckerspaziergang mit ForstBW und NABU durch die Schwetzinger Hardt. Auch Walldorfs Bürgermeisterin Christiane Staab und Bürgermeister Jens Geiß aus Oftersheim nutzten die Gelegen­heit sich selbst ein Bild davon zu machen, was sich hier im Rahmen des Projekts „Lebensader Oberrhein“ bereits getan hat.

„Auf insgesamt knapp einem Hektar Fläche sind wertvolle offene Sandlebensräume ent­stan­den“, erläuterte NABU-­Projekt­leiterin Katrin Fritzsch. „Die Naturschutzmaßnahmen hier sind auch wegen ihres Pilotcharakters von enormer Bedeutung. Auf Basis der Erfahrungen, die wir jetzt machen, können wir die weiteren Aktivitäten im Rahmen des Projekts noch besser planen.“ Langfristiges Ziel sei es, offene Sandlebensräume zu schaffen und miteinander zu vernetzen. „Uns bietet sich hier eine wunderbare Gelegenheit, weitere Erfahrungen zu sammeln, wie wir in der Schwetzinger Hardt das neue Wald­natur­schutz­konzept umsetzen und lichte Wälder fördern können“, ergänzte Dieter Münch von ForstBW und lobte die gute und konstruktive Zusammenarbeit.

Sandflächen als Lebensraum: Im Frühjahr konnte man bereits beobachten, wie wertvoll die offenen Sandflächen für Insekten sind. „Es hat vor Wildbienen nur so gewimmelt“, berichtete Volker Späth, Leiter des NABU-Instituts in Bühl. Während der Exkursion konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer weitere Tiere beobachten, die die Sandflächen bereits als Lebens­raum entdeckt haben, etwa die Blauflügelige Ödlandschrecke oder Zauneidechsen beim Sonnen. Volker Späth erläuterte, dass die Pflanzenwelt länger braucht um sich anzusiedeln. „Einzelne Arten, die in der Umgebung in lichten Bereichen wachsen und quasi auf diese Flächen gehören, sind aber schon da. Zum Beispiel die Rundblättrige Glocken­blume und der Aufrechte Ziest. Wir können die Wiederbesiedelung unterstützen, indem wir Heudrusch – also Mähgut inklusive der reifen Samen – aus der Umgebung auf den Sandflächen verteilen.“

Flyer "Mut zur Lücke - Entwicklung trockener Lebensräume":
Flyer_Entwicklung_trockener_Lebensraeume.pdf (533,3 KiB)

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